Wie können wir einen tiefsitzenden Schwerpunkt in die alltäglichen Bewegungen integrieren? Kann dieses Handeln aus der Mitte heraus das Gehen, Laufen und Tragen von Lasten unterstützen? Lass den Raum zwischen Zwerchfell und Beckenboden zu einer dynamischen, kraftvollen Mitte werden.
Diese einfachen Feldenkrais-Lektionen eignen sich für Anfänger:innen, Personen mit grossen Einschränkungen, Schmerzpatienten und alle, die immer wieder gerne zu den Grundlagen des somatischen Lernen zurückkommen möchten.
Finde deine Mitte und organisiere deine Bewegungen aus diesem Zentrum heraus. Stelle dir dabei vor, einen riesigen Teddybären im Arm zu halten.
(Quelle: AY #434)
Entdecke und wecke die Kraft und Dynamik in deinem unteren Rücken. Sie hilft dir, deine Mitte so zu organisieren, dass sogar das Kopfheben und Schaukeln in der Rückenlage leicht wird.
(Quelle: Ruthy Alon)
Hier arbeitest du von der Peripherie ins Zentrum. Entdecke in dieser spielerischen Lektion in Seitenlage, wie du mit einfachen, leichten Bewegungen der Arme und der Beine die Kraft in deiner Mitte und deine Aufrichtung im Stehen neu organisieren kannst.(Quelle: R. Häfliger B.)
Entdecke in dieser ungewöhnlichen Lektion, wie Kopf und Becken wie auf Drehscheiben kreisen können, um deine Wirbelsäule in Richtung Seitneigung zu drehen und damit wieder Freiheit und Leichtigkeit in Brustkorb, Schultergürtel und Nacken zu bringen. (Quelle: R. Häfliger B.)
Woher nimmt ein Hürdenläufer die Kraft, die Beine dermassen zu organisieren, dass er mit Tempo eine Hürde nehmen kann?Erforsche, wie du die Kraft in deiner Mitte mobilisieren kannst, um Beine und Becken in Seitenlage zu befreien.
Diese nicht ganz einfache Lektion kannst du vorbereiten mit einer Lektion aus der Reihe «Eine Wohltat für das Kreuz»: Advanced- Lessons 01 (Beckenuhr) und 02 (.. .mit eingefädeltem Fuss) oder einer der Atem-Lektionen.
(Quelle: Russell Delman)
Liegend auf dem Rücken wirst du hier geerdet und lernst, dich über deine Rückseite vom Boden tragen zu lassen. Je mehr deine Mitte sich verankert, desto klarer kannst du dich auch aus diesem Bereich heraus organisieren. Erlebe, wie sich schlussendlich sogar die diagonalen Beziehungen vom Fuss zur Hand aus deiner Mitte heraus klären.
(Quelle: Gaby Yaron)
Auf welchem Bein verankerst du dich, wenn du im Stehen einen Arm nach oben verlängerst? Welcher Arm schwingt beim Gehen nach vorne, wenn das rechte Bein nach vorne kommt? Je nach Kontext ist beides möglich und nichts falsch. Was sind aber deine eigenen Muster und machen diese immer Sinn? Diesen Fragen gehst du in dieser Lektion in Rückenlage nach. Du spielst mit dem Verlängern und Verkürzen von Armen und Beinen, testest laterale und diagonale Beziehungen aus, bis sich zum Schluss alle Varianten leicht und elegant anfühlen.
(Quelle: AY #345)
Diese Lektionen können höhere Anforderungen an die Achtsamkeit für eigene Grenzen und Bewegungsspielräume stellen, was bedeutet, dass sie uns dazu bringen, unsere Aufmerksamkeit zu schärfen und zu lernen, wie wir unsere eigenen Ressourcen besser einschätzen können. Du wirst jedoch entdecken, dass nicht die Willenskraft, sondern ein respektvoller und spielerischer Umgang mit herausfordernden Bewegungsaufgaben dabei hilft, Grenzen zu verschieben und das eigene (Körper-)Selbstbild zu erweitern.
Verankere deinen tiefen Schwerpunkt im Unterbauch und lerne, wie du damit dann auch im Stehen deine Mitte organisieren kannst. So bleibst du beim Absitzen und Aufstehen vom Stuhl immer in Balance.
(Quelle: AY #456)
Entdecke, wie dir die Kraft und Dynamik in deiner Mitte dabei hilft, die Bewegung deiner Beine für das Stehen und Gehen zu organisieren. Die Lektion 06 dieser Reihe ist eine gute Vorbereitung für diese nicht ganz leichte Lektion.
(Quelle: Russell Delman)
Entdecke, wie du den «Bewegungs-Motor» ins Becken verlegen kannst, um Dynamik und Leichtigkeit ins Gehen und Laufen zu bringen.
(Quelle: AY #73)
Diese Lektion stellt ganz die Organisation der Körpermitte in den Vordergrund. Erfahre, wie du mit einem tief sitzenden Schwerpunkt und einer zunehmenden Achtsamkeit für diese Region Beine, Becken und Schultern organisieren kannst, um das Gehen und Laufen zu erleichtern.
(Quelle: Shelav/Golomb)
Entdecke die Kraft und Bewegungsfreiheit deines Beckens mit diversen Verdrehungen des Rumpfes in Seitenlage. Entfalte so wieder die Beweglichkeit und Elastizität deines Brustkorbs.
(Quelle: AY #440)
In dieser langsamen, angenehmen Lektion in Rückenlage fühlt sich an, als ob du eine zerknüllte Alufolie nach und nach ausstreichen und glätten würdest. Mit jeder Variation wird dein Rücken flacher, glatter und länger. Erlebe, wie du durch das Heben von Sitzhöckern und Kopf, durch Schub und Zug von unten und oben immer präziser verschiedene Stellen entlang deiner Wirbelsäule erreichst und nach hinten lang machen kannst. Am Schluss fühlst du mehr Weite, Länge und Durchlässigkeit.
(Quelle: AY#170)
Hast du schon mal irgendwo gesehen, wie eine Roche oder ein Plattfisch sich auf dem Meeresboden zur Tarnung im Sand eingraben, um sich zu tarnen? In dieser Lektion in Rücken- und Bauchlage erlebst du, wie entspannt und weich dein Rücken wird, je mehr du deine Vorderseite in Bauchlage am Boden ausbreiten und anschmiegen kannst. Die Bauchlage wird dir immer bequemer und vertrauter und deine Atmung wird weit und durchlässig in alle drei Dimensionen.
(Quelle: Regula Häfliger B.)
In den asiatischen Kampf- und Bewegungskünsten gilt das Tanden als Speicherzentrum für die Lebenskraft. Es befindet sich unterhalb vom Bauchnabel und ist der Schwerpunkt des menschlichen Körpers. Moshé Feldenkrais betonte immer wieder die Bedeutung des Beckens für Aufrichtung und Bewegungsorganisation und entwickelte viele Lektionen zum Thema Tanden. In dieser Lektion in Rückenlage nimmst du erst mal Kontakt auf mit deiner Atmung und überprüfst: wie weich, elastisch und durchlässig kann dein Körper auf die Atembewegung reagieren? Als wie wach erlebst du den Raum im tiefen Bauch? Mit dem Kippen der überkreuzten Beine wird erst einmal mehr Beweglichkeit in den Brustkorb gebracht und je mehr dieser loslässt, desto einfacher wird es für dich, deinen Atem auch im tiefen Bauch- und Beckenraum auszudehnen. Über die Harmonisierung von Beugung und Streckung entwickelt sich Kraft aus dem Becken sowie eine Länge durch den gesamten Rumpf. Dies kann im Stehen als mühelose Aufrichtung und Grösse wahrgenommen werden.
(Quelle: Gaby Yaron)
Anhand der diagonalen Beziehungen in unserem Körper klären wir hier, wie unsere Körpermitte die Peripherie organisieren kann. Liegend auf dem Rücken in einer X-Form mit langen Armen und langen Beinen klärst du als erstes deine diagonalen Linien von der Hand zum diagonalen Fuss- eine Funktion, welche du im Alltag viele Male unbewusst gebrauchst. Je klarer diese Verbindungen in dir werden, desto mehr kannst du auch spüren, wie sich deine Mitte und der Kreuzpunkt der beiden Diagonalen in der Bewegung verhalten, damit du zum Schluss aus deiner Mitte heraus rollen, stehen und gehen kannst.
(Quelle: Variation aus Yaron/Segal 1#14)
Die Vorstellung vom dynamischen Raum im Unterbauch führen wir weiter und setzen diese Idee des Motors im Becken auch für Bewegungen im Raum fort. Liegend auf dem Rücken etablierst du zuerst die Idee von 2 Zylindern im Rumpf- zwei stabilen Drehachsen über den beiden Sitzhöckern und Beinen. Du lernst, aus deiner Mitte heraus, über diese Achsen zu drehen, ohne deine Stabilität und Länge zu verlieren. Diese Idee wird dann auch im Sitzen mit langen Beinen und einer aufgestützten Hand weitergesponnen. Du lernst, dich auf der Seite zu verankern und lang zu bleiben, über die du auch nach hinten drehst. Eine Funktion, welche du dann im Alltag immer wieder gebrauchen kannst.
(Quelle: AY #358, Variation)
Meist organisieren wir unser Becken über die Bewegungen von den Beinen. Hier kehren wir alles um: wie kann unsere Mitte die Beine organisieren?
Für diese Lektion brauchst du ein kleines Kissen oder Badetuch, das du am Anfang als Unterstützung unter dein Becken legen kannst und ein dünnes TACHENBUCH oder etwas anderes, flaches, rechteckiges, nicht allzu hartes in dieser Grösse als Hilfsmittel. Im Verlauf der Lektion legst du das Taschenbuch dann liegend auf dem Rücken auf deine Fuss-Sohle und simulierst damit einen Boden, wo der Fuss Kontakt macht, auch wenn er zur Decke schaut. In all den Bewegungen, welche dann angeleitet werden, organisieren sich die drei grossen Gelenke im Bein übereinander- die Hüftgelenke werden freier und du lernst, dein Bein aus deiner Mitte heraus zu organisieren. Zum Schluss fühlt sich dann auch das Stehen auf dem Boden wieder stabiler an.
(Quelle: Gaby Yaron)
Das musst du wissen, bevor du anfängst.
Auch wenn diese Bewegungsabläufe manchmal einfach erscheinen, sind sie oft sehr ungewohnt und können dich in unbekanntes Gelände führen. Mache die Bewegungen NIE mit zu viel Kraft oder Anstrengung und gehe NIE über deine Grenzen hinaus.
Versuche nicht, die Bewegungen richtig, gut, schön oder perfekt auszuführen. Vergiss all diese Normen. Gib deinem System stattdessen die Gelegenheit, Neues und Unbekanntes zu entdecken, indem du dich einlässt, ohne zu wissen, wohin die Reise führt.
Wenn wir uns langsam bewegen und dabei unsere Aufmerksamkeit darauf richten, wie wir uns dabei organisieren, kann das Nervensystem neue Möglichkeiten entdecken. Weniger funktionale Bewegungsmuster, die eventuell Ursache von Schmerzen oder Einschränkungen sind, können so losgelassen werden.
So erreichen wir
Falls Ihr Fragen habt, könnt Ihr gerne mit mir Kontakt aufnehmen.
Und so bereitest Du Dich auf diese Lektion vor.
Falls du medizinische Einschränkungen hast, sei bitte vorsichtig.
Betrachte die Bewegungsanweisungen als Vorschläge, die ein spielerisches Ausprobieren erfordern. Entscheide selbst, ob und inwieweit du die Übungsanleitungen umsetzen möchtest. Bei jeder Bewegung sollte dein Wohlbefinden oberste Prämisse sein. Gehe niemals an die Grenze deiner Bewegungsmöglichkeiten. Respektiere Schmerzen als das, was sie sind: Warnhinweise deines Körpers.
Wenn du beim Bewegen Schmerzen spürst, machst du zu viel. Hör dann auf. Mach eine Pause, bewege dich langsamer und führe die Bewegungen kleiner aus.
Wenn du beispielsweise merkst, dass du die Luft anhältst, dann bewegst du dich mit zu viel Kraft und Anstrengung. Experimentiere dann damit, wie du dich bewegen kannst, damit deine Atmung jederzeit frei fließen kann. Wenn du dich so bewegst, dass deine Atmung frei fließen kann und sich die Bewegung einfach und leicht anfühlt, können sich deine Grenzen erweitern und das, was am Anfang schwierig war, wird plötzlich einfach und leicht.
Fühle dich frei, JEDERZEIT eine PAUSE einzubauen, auch wenn ich gerade keine Pause anleite.
Du kannst die Bewegungen auch immer nur in der Vorstellung ausführen – manchmal ist das sogar noch effektiver. Wenn du eine Seite hast, die sehr eingeschränkt ist, dann kehre die Anweisungen einfach auf die andere Seite um und beginne mit der Seite, die sich leichter bewegen kann